Häufige Fragen

 
Wie läuft eine Kinderpsychotherapie ab?

Nach einer ersten telefonischen Kontaktaufnahme findet ein Gespräch mit den Eltern bzw. einem Elternteil, zumeist ohne Kinder, statt. Hier geht es um ein gegenseitiges Kennenlernen und das Schildern des Problems. Weiterhin sind hier auch Informationen über die Familiensituation und die Entwicklung des Kindes für mich von Bedeutung. Gleichzeitig bekommen Sie als Eltern auch einen Einblick in meine Arbeitsweise bzw. in Kinderpsychotherapie. Sollten Sie Unterlagen (Berichte, Befunde etc.) haben, so bitte ich Sie diese mitzubringen.

Anschließend finden in der Regel fünf bis sechs Termine mit Ihrem Kind statt, in denen sich das Kind und die Therapeutin kennenlernen und eine Beziehung aufbauen können. Hier werden auch diagnostische Fragen geklärt. Gemeinsam mit Ihnen als Eltern überlegen wir dann, ob ein Fortführen der Therapie geeignet ist. Dieses Überprüfen findet immer wieder in Abständen statt.

Wie lange dauert eine Kinderpsychotherapie? 

Die Gesamtzahl der Therapiestunden und Elterngespräche richtet sich ganz individuell nach dem Problem des Kindes und variiert somit sehr. Manchmal genügen einige Beratungsgespräche oder eine Kurzzeitpsychotherapie mit ca. 20 Stunden.

Die allgemeine Erfahrung zeigt, dass sich bereits nach 15 bis 20 Stunden Erleichterungen einstellen, ohne dass damit die Therapie abgeschlossen sein muss. Im Durchschnitt dauern Spieltherapien somit 30 bis 50 Stunden.

Wann finden die Therapiestunden statt?

In der Regel kommen die Kinder einmal die Woche zu einer festgelegten Zeit in „ihre“ Stunde. Diese Regelmäßigkeit ist wichtig, damit sich das Kind gedanklich einstellen und Sicherheit und Beständigkeit erfahren kann. Sinnvollerweise sollten an diesem Tag nicht noch weitere Termine (Sport, Musik, Förderunterricht etc.) stattfinden. In den Schulferien finden die Therapiestunden nicht statt.

Was ist wenn mein Kind mal nicht kommen kann?

Sollte Ihr Kind aus wichtigem Grund verhindert sein, dann bitte ich um eine rechtzeitige Mitteilung, wenn möglich schon beim vorherigen Therapietermin, spätestens jedoch 24 Stunden davor. Andernfalls fällt ein Ausfallhonorar (50% des regulären Stundensatzes) an. Es ist wichtig, dass Sie dafür Sorge tragen, dass Ihr Kind regelmäßig und pünktlich zu seiner Therapiestunde kommt und auch wieder abgeholt wird bzw. selbständig nach Hause gehen darf, wenn dies so mit Ihrem Kind ausgemacht ist.

Wie läuft die Therapie ab?

Sofern es nicht gezielt vereinbarte (auch videogestützte) Eltern-Kind-Stunden sind, die durchaus auch Sinn bei z.B. sehr kleinen Kindern machen, können Sie als Eltern bei den Therapiestunden nicht zuschauen. Eine der wichtigen Voraussetzungen für das Gelingen einer Therapie ist es, dass das Kind weiß, dass alles, was in seiner Therapiestunde stattfindet, „im Raum“ und somit unter uns bleibt. Ihr Kind selber wird Ihnen so viel erzählen, wie es möchte; gleichzeitig weiß es aber auch, dass es nichts über seine Spielstunden erzählen muss. Dazu gehört auch, dass sie es nicht mit Fragen bedrängen. Wichtig ist, dass sich das Kind darauf verlassen kann, dass ich das, was es mir als Geheimnis anvertraut, nicht preisgeben werde. Sollte das Wohl Ihres Kindes gefährdet sein, werde ich Sie natürlich informieren und - falls nötig - weitere Fachpersonen mit einbeziehen.

Es ist für Ihr Kind besser, wenn Sie während des Termins nicht im Nebenzimmer warten, sondern Erledigungen machen, spazieren gehen o.ä. So kann sich Ihr Kind gedanklich freier auf seine Therapiestunde einlassen und auch Sie sind nicht in einer ungünstigen Wartehaltung.

Da die Kinder in den Stunden auch motorisch aktiv sein können, ist es ratsam Rutschsocken o.ä. (keine Straßenschuhe in den Therapieräumen) mitzugeben. Weiterhin sollte die Kleidung so gewählt sein, dass sich die Kinder auch schmutzig machen dürfen (Knete, Farben, Sand etc.).